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BelgienLummenBedeckt

Lummen und Naturschutzgebiet Schulensbroek

Heute starte ich am Rand von Schulen, zwischen Herk-de-Stad und Lummen. Der Himmel ist grau verhangen, die Wiesen sind noch nass. Vor mir liegt das Schulensbroek, eines der größten Naturgebiete Flanderns mit über 500 Hektar.

Ein Feldweg führt zwischen Schilf und Pfützen hinein in die feuchten Wiesen. Hier und da glänzen flache Wasserflächen zwischen dem Gras.

Gräben und Wehre durchziehen die Landschaft. Das Wasser wird hier gezielt gelenkt – aus gutem Grund.

Denn dann öffnet sich der Blick über das Schulensmeer. Der See ist kein natürliches Gewässer: Mitte der 1970er Jahre wurde er als Rückhaltebecken angelegt, um das Wasser der Demer und ihrer Nebenflüsse zu bändigen. Bei starkem Regen läuft das ganze Gebiet voll, dann werden Teile für Besucher gesperrt.

Für Vögel ist das ein Paradies. Über 300 Arten wurden hier in den letzten Jahren gezählt, im Winter rasten bis zu 5.000 Wasservögel. Am Ufer stehen ein paar Reiher im Gebüsch.

Am Ufer entlang komme ich zum Freizeitbereich mit Strand, Spielplatz und Café. An diesem grauen Tag ist es hier ruhig.

In einem kleinen Hafen liegen alte Holzboote zwischen den Pfählen, halb voll Wasser und mit Grün bewachsen.

Über einen Holzsteg geht es weiter durch das Schulensbroek. Auf dem Wasser schwimmt eine dichte grüne Decke.

Hinter dem See breiten sich wieder Wiesen aus, auf denen Pferde und Schafe grasen.

Unter der Autobahn E314 hindurch – die Unterführung ist bunt bemalt.

Dann wird es waldig. Kleine Tümpel liegen zwischen den Bäumen, am Wegrand reifen noch Brombeeren.

Bei Goeslaar laufen Perlhühner über eine Wiese.

Mitten im Wald steht die Kapelle Onze-Lieve-Vrouw van de Beukeboom. Ihre Geschichte beginnt mit einem Marienbild, das an einer Buche hing. Als es 1640 verschwunden war, wurde im Jahr darauf die Kapelle gebaut. 1650 kam eine Klause dazu, damit ein Einsiedler sich um die Kapelle kümmern konnte.

Gleich daneben wachsen Bäume auf kleinen Hügeln, ihre Wurzeln liegen frei wie Krallen über der Erde.

Zum Schluss erreiche ich den Ortskern von Lummen. Der Name geht auf das alte Wort „lom“ für Feuchtigkeit zurück – passend zu einem Tag zwischen Wiesen, Gräben und Teichen. Erwähnt wird der Ort schon um 1200.

Auf dem Gemeenteplein steht ein Musikpavillon, dahinter ragt der Kirchturm auf.

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