sonnig

Climbing St. Pietersberg

Was ist das denn nun wieder für ein Beitragstitel? Der Pietersberg ist heute mein Hauptgegner. Auch wenn ich die Gegend um Sint Pietersberg bei Maastricht schon recht gut kenne – heute scheint die Sonne und ich habe einige Stellen noch nicht genau erkunden können. Ggf. hilft mir ja die Drohne dabei, einige Stellen zu erobern, die ich sonst nicht sehen oder betreten darf.

Der Pietersberg ist eigentlich ein kleiner Hügel am Rand von Maastricht, direkt neben einem der größten Zementwerke gelegen. Um dorthin zu gelangen, muss ich ein Areal aus Mergelstein passieren. Schon mehrfach bin ich darum herum gelaufen, heute aber finde ich einen Weg über eine Aussichtsplattform direkt in das Gelände hinein.

In einer Art Grube haben Menschen meterhohe Gänge in das weichere Mergelgestein gehauen, um sich hier in schlechteren Zeit zu verstecken oder auch der Arbeit Untertage nachzugehen. Ich laufe an türkisgrünen Wasserspiegeln vorbei, wie ich sie noch nie gesehen habe. Die Gräben sind sauber wie ein Schwimmbad in die Erde eingelassen, das Wasser ist flach und scheinbar so klar, dass man die Wasserobfläche manchmal gar nicht richtig erkennen kann.

Ich verlasse das Gelände westlich und mein Navi zeigt schnurstracks auf die kleine Anhöhe direkt vor mir: der Pietersberg. Da die Wege sich links und rechts um den kleinen Berg herumschlängeln, beschließe ich lieber direkt dem Navi zu folgen und suche mir einen Trampelpad direkt nach oben. Die Erde ist noch weiß vom Reiff, der Boden ist einigermaßen rutschig und so gestaltet sich der Aufstieg durchaus schwierig.

Mit Hilfe von Schlingpflanzen und Wurzeln kann ich mich halten, um überhaupt auf die nächste Sohle zu gelangen. Manchmal kreuzt auch ein kleiner Weg und mehr als einmal denke ich: jetzt bin ich aber gleich oben. Aber oben ist erst dann, wenn es nicht mehr weiter hinauf geht. Auf dem “Gipfel” treffe ich auf eine Art Denkmal aus Gabionen und mache dort einige Luftaufnahmen Richtung Maas und Maastricht. Die Konstruktion hat in meiner Karte den Namen “Maastricht Star“. Tatsächlich sind die Drahtkäfige in dem Arial sternförmig angeordnet.

Ich laufe den Berg hinunter, indem ich mich von Baum zu Baum hinabrutschen lasse. Das funktioniert echt gut und macht dazu auch noch Riesenspass. Von dort aus gelange ich an den Albertkanal und in den kleinen Ort Kanne. Zu meiner Überraschung passiere ich tatsächlich nicht das Fort Sint Pietersberg – ich war eigentlich sicher, dass ich es bereits verpasst habe.

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